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12 Stunden bei den Eislieferanten

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Vor einigen Wochen erhielten wir einen freundlichen Anruf der Berliner Morgenpost. Diese wurde bei einem Kunden auf unser Eis aufmerksam und meldete sich daraufhin mit der Bitte eine 12 Stunden Reportage über uns zu machen. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen und luden Journalisten und Fotografen zu uns an den Prager Platz ein. Entstanden ist eine tolle 12 Stunden Reportage welche die Abläufe in unserer Eismanufaktur interessant dokumentiert.


6:50 Uhr: Während der Prager Platz mit den ersten Sonnenstahlen allmählich erwacht, werden bereits die ersten Basen bestehend unter anderem aus Milch, Sahne und Zucker pasteurisiert. Hierdurch werden eventuelle Bakterien oder Salmonellen abgetötet.

07:30 Uhr: Der erste Lieferant ist da und beliefert unsere Eisproduktion, so wie jeden Tag, mit palettenweise Milch & Sahne aus Brandenburg, frischen Bananen, Erdbeeren und für die Herstellung unserer exotischen Eissorten hat er heute auch Salatgurken und Gorgonzola dabei.

08:30 Uhr: Bevor die Arbeit an den Eismaschinen beginnt werden sie von unserer Kollegin Sarah desinfiziert. Hygiene ist bei der Eisherstellung ein absolutes Muss.

09:10 Uhr: Karsten, unser Fahrer, ist mittlerweile eingetroffen und beginnt nun mit der Auslieferung des am Vortag frisch produzierten Eises. In den Sommermonaten hat er ganz schön zu tun. Immerhin haben wir mittlerweile ca. 50 Kunden und einen Grossteil hiervon in Berlin und Brandenburg.

Eismacher Morgenpost

10:25 Uhr: Als nächstes werden Zimteis, Pistazie und Walnusseis produziert. Die Mischungen werden hierfür vorbereitet bevor sie 10 Minuten lang in der neuen Carpigiani Eismaschine laufen. Schicht für Schicht wird das Eis im Produktionsprozess cremig gemacht.

10:38 Uhr: Mit dem Pieps der Eismaschine macht sich Eismacher Nassir an das Abnehmen des nun fertigen Eises. danach geht es in den Schockfroster wo das Eis bei -34 Grad Celsius schockgefroren wird bevor es für die Auslieferung am Folgetag in unserem Tiefkühlhaus eingelagert wird.

11:05 Uhr: Da auch in unserer Eismanufaktur hier und da einmal eine Eismaschine ausfällt oder der Pasteurisator überhitzt, sind wir froh unseren Vater, Josef Wand, als Haustechniker in unserem Familienunternehmen zu haben. Früher leitete er seine eigene Baufirma. Sein technisches Wissen ist ein grosser Vorteil. Wir sind unabhängig von Fremdfirmen und im nu hat er die defekten Maschinen repariert.

12:20 Uhr: Robert ruft an. Er akquiriert fleissig Neukunden und arbeitet die zahlreichen Neukundenanfragen ab. Es freut ihn zu sehen wie die Eisproduktion wächst und wächst. Für ihn gibt es keinen grösseren Erfolg als einen zufriedenen Kunden zu haben.

13:50 Uhr: Oben im Eiscafé ist die Hölle lös. Gut, dass Luca und seine Mutter da sind. Während Luca sich fleissig durch die Eissorten nascht, ist seine Mutter (und unsere Kellnerin) so lieb und springt kurzfristig  mit ein.

14:30 Uhr: Sandra geht ins Tiefkühlhaus und holt neue Eissorten für das Café ab. Schokoladeneis, welches bei uns aus edler Valrhona-Schokolade hergestellt wird, Vanille und Mango. Frische Zutaten sind uns bei der Herstellung des Eises enorm wichtig. Das positive Feedback unser Kunden gibt uns bei diesem Grundsatzprinzip recht.

14:50 Uhr: Matthias, einer unserer Eismacher, beginnt mit der Produktion des Bananen Eis. Bananen müssen Vollreif sein. Nur so bekommt das Bananeneis einen intensiven Bananengeschmack.

16:30 Uhr: Das Adlon ruft an und bestellt mehrer Liter verschiedener Eissorten. Heute sind es unter anderem Schokoladeneis, Erdbeereis, Aprikoseneis, Tonkabohne und weisser Pfirsich. Als Lieferant für Eisdielen sind wir bekannt- doch nach und nach ordern auch immer mehr Hotels und Restaurants welche sich von der Industrie absagen um Eis in frischer Qualität zu verkaufen.

17:10 Uhr: Wieder ein Tag geschafft. Nun geht es ans sauber machen. Es muss gereinigt, gewischt und desinfiziert werden. Uns ist es wichtig die Eismacher mit diesen Aufgaben zu betrauen. Sie kennen ihre Maschinen am besten und wissen genauestens was wie gereinigt und desinfiziert werden muss. Im Anschluss hieran findet ein Produktionsgespräch für den Folgetag mit Sarah statt.

18:40 Uhr: Der Tag hat seine Spuren hinterlassen. Der Temperaturfühler des Pasteurisators muss durch unseren Vater noch ausgetauscht werden. Wir hoffen, dass er schnell fertig wird und dann in den wohlverdienten Feierabend gehen kann.

Morgen geht das Licht dann wieder an und ein neuer, spannender Tag beginnt.

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